Fettabsaugung

Sie möchten überschüssiges oder ungünstig gelagertes Fettgewebe durch ein chirurgisches Verfahren entfernen lassen. Vor einer eventuellen Operation werde ich mit Ihnen den gesamten Ablauf, die Risiken und die zu erwartenden Verbesserungen besprechen.

Erst wenn Sie alle typischen Risiken kennen und die Folge des Eingriffes verstanden haben, können Sie sich für oder gegen die Operation entscheiden. Dieses Informationsblatt soll Ihnen helfen, sich Gedanken zu machen und auf unser Gespräch vorzubereiten.

Möglichkeiten einer Fettabsaugung

Häufig können Sie trotz aller Diät-Massnahmen Fettpolster an den Orten, wo sie Sie am meisten stören, nicht verhindern oder verringern. Die Fettverteilung am Körper ist veranlagungsbedingt und geschlechtsspezifisch. Depots, die am meisten stören, werden häufig zuletzt abgebaut. So verschwindet eine Reiterhose erst, nachdem Wangen- und Brustbereich bereits stark eingefallen sind.

Mittels Fettabsaugung können Körperkonturen verbessert, aber kein allgemeines Übergewicht behoben werden.

Nach der Fettabsaugung muss sich die Haut über der operierten Stelle der neuen Körperform anpassen. Nur straffe und elastische Haut kann sich nach dem Eingriff durch Schrumpfung gut anlegen und die Körperkontur verbessern. Bei ungenügender Schrumpfungsfähigkeit kann ein zusätzlicher Eingriff zur Hautreduktion (Bauchdecken-, Oberschenkelstraffung, vgl. Dermolipektomie) nötig sein.

Bei grossflächigen Fettabsaugungen ist die Entstehung unregelmässiger Hautkonturen nicht auszuschliessen.

Die Reduktion der Fettzellen ist dauerhaft. Dennoch speichern verbleibende Fettzellen bei allgemeiner Gewichtszunahme wieder Fett, wenn auch in geringerem Ausmass.

Dr. Ralph Hollmann

Dr. Hollmann

Facharzt für plastische, rekonstruktive & ästhetische Chirurgie
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Der Eingriff

Der Eingriff erfolgt je nach Grösse und Lokalisation der abzusaugenden Areale in Allgemeinnarkose, regionaler Betäubung (Spinal- oder Periduralanästhesie) oder in örtlicher Betäubung. Über die Risiken des Betäubungsverfahrens werden Sie vom Narkosearzt gesondert aufgeklärt.

Der Operationsbereich wird vorgängig mit einer Salzwasserlösung und Adrenalin unterspritzt; dadurch wird die Absaugung der Fettzellen erleichtert und die Blutungsneigung verringert. Kleine Hautschnitte (3-5mm) an günstiger Stelle dienen als Zugang zum Fettgewebe. Mit einer Kanüle wird nun das überschüssige Fett entfernt. Die absaugbare Fettmenge richtet sich nach der Verteilung im Gewebe.

Die Operation kann in den allermeisten Fällen ambulant erfolgen, selten ist eine Übernachtung in der Klinik nötig. Wenn Sie am Operationstag heimkehren können, sollten Sie sich nach Hause bringen lassen. Bleiben Sie die erste Nacht über nicht alleine, damit Sie nötigenfalls betreut werden.

Risiken einer Fettabsaugung

Kein ärztlicher Eingriff ist frei von Risiken! Trotz grösster Sorgfalt können während oder nach dem Eingriff vereinzelt Komplikationen auftreten:

Durch die Lagerung auf dem Operationstisch kann es zu Druckschäden an Nerven und Weichteilen kommen, die sich aber im Allgemeinen spontan erholen. Das gilt auch für Hautschäden durch Desinfektionsmittel.

Blutungen sind bei schonender Operationstechnik selten; „blaue Flecken“ kommen häufig vor, verschwinden aber innerhalb von Tagen spontan.

Infektionen sind ebenfalls selten, sind aber eine ernste Komplikation und können dazu zwingen, im Rahmen eines operativen Eingriffes die Wundhöhle über erweiterte Hautschnitte zu entlasten, um einem Gewebeuntergang vorzubeugen.

Die Fettabsaugung muss sich auf tiefere Hautregionen, die sogenannten Depotzonen, beschränken, um sichtbare Unregelmässigkeiten an der Hautoberfläche zu vermeiden. Sobald direkt unter der Haut gesaugt werden muss, ist die Gefahr von Kontur-Unregelmässigkeiten sehr gross, deshalb wird hier – wenn überhaupt – mit besonders dünnen Kanülen gearbeitet.

In Folge innerer Narbenbildung kann es auch zu umschriebenen Einsenkungen der Haut und des Unterhautgewebes im Operationsbereich kommen. Diese müssen gelegentlich in einer zweiten Sitzung, frühestens nach drei Monaten, korrigiert werden. Bei grösseren Unregelmässigkeiten, oder nach zu aggressiver Absaugung direkt unter der Haut, kann es zu bleibenden Unregelmässigkeiten kommen, die kaum korrigierbar sind.

Trotz sorgfältiger Durchführung der Operation werden kleiner Nerven in der Unterhaut verletzt. Dies führt zu einem Taubheitsgefühl in den behandelten Zonen, das sich aber spontan innert weniger Wochen bis Monaten bessert.

Nach einer Fettabsaugung

In den ersten 6 Wochen nach der Operation tragen Sie eine auf Sie angepasste Kompressionshose oder Mieder, je nach Lokalisation der Absaugung. Die Hose dürfen Sie ablegen, um zur Toilette zu gehen, oder um zu duschen. Ansonsten soll sie aber möglichst 24 Stunden am Tag getragen werden.

Durch die Operation entstehen grosse Wundflächen unter der Haut, die sich an der Haut selber nur durch Suffusionen (blaue Flecken) oder Gefühlsstörungen bemerkbar machen. Die Flecken und Gefühlsstörungen verschwinden spontan. Bis Sie das Resultat der Absaugung beurteilen können, müssen Sie sich mindesten 8 Wochen gedulden.

Durch die Gewebereaktion werden die behandelten Regionen anfänglich oft sogar als dicker empfunden!

Um eine möglichst komplikationsfreie Wundheilung zu unterstützen, sollten Sie während drei bis vier Wochen nach der Operation körperliche Anstrengung meiden und auf Sport verzichten. Auch Sonnenbestrahlung sollten Sie in den ersten ein bis zwei Monaten vermeiden, vor allem im Bereiche der Narben, die sonst bleibend gebräunt werden können.

Dr. Hollmann

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Erfolgsaussichten 

Im Erwachsenenalter bleibt die Anzahl der Fettzellen konstant. Bei Gewichtzu- oder –abnahme füllen oder leeren sich diese Fettzellen. Diejenigen im Absaugungsgebiet werden zerstört und entfernt, eventuelle Reste durch den Körper innerhalb von Wochen abgebaut. Infolgedessen ist das Ergebnis der Behandlung erst nach etwa 8 Wochen beurteilbar.

Das mögliche Ausmass der Fettabsaugung und entsprechend auch das Resultat hängt vom Hautzustand, Alter, Gewicht und Fettverteilung ab.

Um wellenartige Unebenheiten oder Dellen an der Hautoberfläche möglichst zu vermeiden, wird nur an einzelnen Stellen direkt unter der Haut abgesaugt.

Wie bei jedem ästhetischen Eingriff können Korrektureingriffe notwendig werden, wenn der Erfolg der Operation nicht den Erwartungen entspricht oder wenn es aufgrund von Wundheilungsstörungen, Infektionen, Nachblutungen o.ä. zu einem ästhetisch ungenügenden Ergebnis gekommen ist.

Dermolipektomie

Die häufigsten Dermolipektomien (Entfernung von Haut und Fettgewebe) erfolgen über der Bauchdecke, an den Oberschenkelinnenseiten und an den Armen. In diesen Fällen resultieren lange Narben, an den Armen innenseitig von der Achselhöhle bis zum Ellbogen, am Oberschenkel von der Gesässfalte bis gegen die Leiste, am Bauch von einer Leiste zur anderen. An den Armen können durch Gewebeschwellung gelegentlich Spannungsblasen auftreten. An den Beinen ist die Spannung an der hochgezogenen Haut sehr gross, was häufig, trotz Gewebeverankerung, zur Verlagerung der Narben gegen unten führen kann. Bei dieser Operation wird die obere Hälfte der Oberschenkel positiv beeinflusst. Zieht sich die Erschlaffung der Oberschenkelhaut weit zum Knie hin, kann eine zusätzliche senkrechte Gewebeentfernung nötig sein.

Je nach Hauttypus ist eine erneute Erschlaffung möglich. Da durch die Straffung die Qualität der verbleibenden Haut nicht verbessert wird, ist nach Jahren eine neuerliche Straffung allenfalls nötig und auch möglich.