Beratungsgespräch
 

Augenlidstraffung

Sie möchten eine Lidstraffung durchführen lassen. Vor dieser Operation werde ich mit Ihnen zusammen feststellen, was Sie im Detail um die Augenpartie herum stört und Sie über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten aufklären. Sie müssen naheliegende typische Risiken und Folgen kennen, damit Sie sich für den Engriff entscheiden können.

Operative Möglichkeiten

Die Elastizität der Lidhaut und Lidmuskulatur lässt im Verlauf des Lebens unterschiedlich nach, je nach individueller Veranlagung. Hierdurch kommt es zu typischen Alterserscheinungen, wie „Fältchen“, „Schlupflidern“, „Tränensäckchen“, etc.

Durch die Operation kann entweder überschüssige Haut zur Beseitigung von Fältchen und „Schlupflidern“ oder auch das darunter liegende erschlaffte Muskelgewebe teilweise entfernt, gestrafft oder umgelagert werden. Durch die Verminderung und Verlegung des Fettgewebes  können die so genannten Tränensäckchen positiv beeinflusst werden.

Neben einer Erschlaffung der Lidhaut können auch weitere Erscheinungen das Aussehen und die Funktion der Lider beeinträchtigen, wie zum Beispiel das Absinken der Augenbrauen, starke Gewebeerschlaffung der Wangen und Schläfen, Veränderungen der Lidhebemuskulatur oder auch andere Funktionsstörungen an Nerven, Muskeln und Blutgefässen.

Die einzelnen Veränderungen werde ich mit Ihnen im Rahmen unseres ersten Gespräches nach einer genauen Untersuchung der Augenregion besprechen. Möglicherweise sind zur Behebung Ihrer Beschwerden weitere Methoden, wie eine Gesichtsstraffung, Stirn- und Augenbrauen-Anhebung, Lidheberkorrektur oder eine andere Operation notwendig, die im Einzelfall besprochen werden müssen.

Dr. Hollmann

Dr. Ralph Hollmann
Facharzt für plastische, rekonstruktive & ästhetische Chirurgie
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Die Operation

Die Operation erfolgt in der Regel ambulant und in Lokalanästhesie. Nur wenn eine gleichzeitige Operation an allen vier Lidern geplant ist, empfehle ich, den Eingriff (ebenfalls ambulant) in Allgemeinnarkose durchzuführen.

Vor der Straffung der Augenlider werde ich an der Lidhaut den Hautüberschuss markieren. Nach Setzen der lokalen Betäubung wird dann die Lidplastik durchgeführt.

Oberlidstraffung

Die Schnittführung verläuft in den natürlichen Hautfalten des Oberlides, seitlich eventuell im Bereich der „Krähenfüsse“. In dieser dickeren Hautpartie dauert die Narbenheilung länger, Narben bleiben deshalb längere Zeit rötlich. Neben der Haut werden auch die Muskulatur, die Sehnenplatte, und das darunter liegende Fettgewebe behandelt. Am Ende der Operation wird die Wunde mit Fäden verschlossen, die sechs bis acht Tage nach dem Eingriff entfernt werden.

Es kommt gelegentlich vor, dass die Augen wegen der Nähte und des Pflasters in den ersten Tagen nicht vollständig geschlossen werden können. Eine vorübergehende Reizung an den Bindehäuten ist die mögliche Folge.

Unterlidstraffung

Am Unterlid liegt der Schnitt lidrandnahe und führt an der Aussenseite etwa einen Zentimeter schräg nach unten. Haut und Muskulatur werden abgelöst, die darunter liegende Sehnenplatte eröffnet oder gestrafft, das Fett somit je nach Bedarf umgelagert oder entfernt. Die einzelnen Schichten werden danach verschlossen, und das Lid seitlich gegen den Knochen gestrafft. Dies ist die einzige Naht, die Sie nach der Operation spüren werden. Ansonsten darf lediglich ein leichtes Brennen auftreten, jedoch keine eigentlichen Schmerzen.

In einzelnen geeigneten Fällen kann ohne Hautschnitt am Unterlid eine so genannte transkonjunktivale Straffung von der Unterlid-Innenseite her erfolgen.

 

Dr. Hollmann

Dr. med. Ralph Hollmann berät Sie gerne persönlich.

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Betäubungsverfahren

Ist eine Operation nur des Ober- oder Unterlides geplant, so kann diese ohne weiteres in örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Sollen alle vier Lider gleichzeitig operiert werden, empfehle ich hierfür aber eine Vollnarkose.

Auch im Rahmen einer örtlichen Betäubung können unerwünschte Nebenwirkungen auftreten, wie zum Beispiel:

Allergische Reaktionen (Schwellung, Juckreiz, selten aber auch schwere
Kreislaufreaktionen bis hin zum Schock).

Nebenwirkungen im zentralen Nervensystem (Unruhe, Krämpfe, Atemstörungen), Blutdruck-Anstieg oder -Abfall, Herzrhythmusstörungen und Herzschlagverlangsamung.

Diese Reaktionen bedürfen einer entsprechenden Therapie.

Komplikationen

In der Regel verläuft die Operation bei einem erfahrenen Operateur mit entsprechender spezialchirurgischer Ausbildung komplikationslos. Trotz grösster Sorgfalt kann es während oder nach der Operation dennoch vereinzelt zu Zwischenfällen kommen.

Zunehmende Schmerzen, Schwellung und Blauverfärbung eines Auges kann auf eine Nachblutung hinweisen! Dies ist eine ernsthafte Situation, denn der erhöhte Druck auf das Auge könnte ohne rasche entlastende Massnahmen (Wunderöffnung, Blutstillung) zur Beeinträchtigung der Sehkraft führen. Melden Sie sich also umgehend – auch mitten in der Nacht (Notfallnummer 071 280 88 95)!

Zu Reizungen der Bindehaut oder der Hornhaut kann es sowohl nach Ober- wie Unterlidplastik kommen. Nach der Unterlidoperation liegt das Lid anfänglich dem Auge nicht sauber an. Diese Störung des Lidschlusses kann auch vorübergehend zu einem übermässigen Tränenfluss führen. Das Unterlid tendiert durch Narbenkontraktur immer dazu abzusinken. Um einer permanenten Fehlstellung des Lides vorzubeugen, werden Sie in den ersten drei bis vier Tagen einen Klebeverband tragen, der das ganze Unterlid bedeckt.

Die Wundränder können auseinander weichen, vor allem bei mechanischer Belastung, und so die Narbenbildung ungünstig beeinflussen.

Selten kommt es zu entzündlichen Reaktionen der Wunden, besonders bei versenktem Nahtmaterial in Muskulatur und Lidwinkel.

Die Operation kann nicht ohne Narben durchgeführt werden. Diese werden aber so gelagert, dass sie möglichst unauffällig sind. Die natürliche Rötung einer frischen Narbe verschwindet nach drei bis vier Wochen, kann in Einzelfällen aber auch über Monate anhalten. Im Narbengebiet können kleine Haut-Zysten auftreten, die jedoch leicht zu behandeln sind. Selten sind überschiessende Narben, sie können aber zu Korrektureingriffen zwingen.

Übermässige Hautentfernung oder Narbenzüge nach Entzündung können zu Störungen des Lidschlusses und des Tränenflusses führen. Diese Symptome bessern in den ersten Wochen nach der Operation spontan. Bei anhaltenden Problemen muss eine operative Korrektur in Betracht gezogen werden.

Schädigungen des Auges bis zur Erblindung nach einer Lidplastik sind vereinzelt in der Weltliteratur beschrieben, jedoch extrem selten. Wahrscheinlich beruhen diese auf einer nicht ernst genommenen Nachblutung. Es ist deshalb wichtig, dass Sie sich bei Unsicherheiten nach der Operation gegebenenfalls auch nachts bei uns melden!

Wundheilungsstörungen oder Infekte sind im Lidbereich sehr selten.

Ihre Augen sind nicht symmetrisch und werden auch nach der Operation nicht seitengleich sein. Gelegentlich kommt es auch zur Notwendigkeit einer Nachkorrektur auf der einen oder anderen Seite.

Nach einer Augenlidstraffung

Es ist ganz wichtig, dass Sie vor allem in den ersten paar Tagen unsere Anweisungen strikt befolgen.

Der Eingriff wird fast immer ambulant durchgeführt und Sie dürfen nach der Operation wieder nach Hause. Es ist sehr von Vorteil, wenn Sie sich abholen lassen. Ein leichtes Schmerzmittel wird Ihnen mitgegeben. Abgesehen von einem leichten Wundbrennen sollten Sie aber keine Schmerzen haben. Beachten Sie, dass auftretende Schmerzen (insbesondere einseitige!) ein Alarmsignal sein können!

Für zwei Tage nach der Operation müssen Sie möglichst viel ruhen können, zudem ständig kalte, feuchte Kompressen oder das spezielle Kühlpaket auf Ihre Augen legen, um der Schwellung entgegen zu wirken.

Nach wenigen Tagen werde ich Ihnen die Fäden entfernen. Danach haben Sie für weitere drei bis vier Tage einen kleinen Klebestreifen auf der äusseren Hälfte der Wunde. Bis sich die Wunden gefestigt haben und überschminkt werden dürfen, vergehen etwa 10 Tage. Nach zwei bis drei Wochen sind die auffälligsten Operationsfolgen verschwunden.