Beratungsgespräch
 

Bauchdeckenstraffung (Abdominoplastik)

Sie wünschen eine Veränderung Ihres Körpers im Bauchbereich in meiner Praxis in St. Gallen. Ich werde mit Ihnen die Möglichkeiten der Bauchstraffung besprechen und Sie auf nahe liegende, typische Risiken und Folgen einer Operation aufmerksam machen, damit Sie selber entscheiden können, ob dieser Eingriff für Sie nötig und sinnvoll ist. Dieses Aufklärungsblatt soll Ihnen helfen, sich Gedanken zu machen und auf das nächste Gespräch vorzubereiten.

Auslösend für den Wunsch nach einem Bodylifting wie Bauchdeckenstraffung oder einer Flankenstraffung sind verschiedene Faktoren:
Häufig bleiben nach einer Schwangerschaft und Geburt sogenannte Schwangerschaftsstreifen, überschüssige Haut und geschwächte Bauchdecken zurück.

Auch nach massivem Gewichtsverlust ist die Bauchhaut überdehnt und die elastischen Fasern zerstört. Der Hautmantel passt sich deshalb der neuen Figur nicht mehr an und muss dann korrigiert werden.

Eine eingezogene, an der Unterlage fixierte und dadurch schmerzhafte Narbe, zum Beispiel nach einer gynäkologischen Operation, kann Probleme verursachen.

Hautpartien, die durch Hautüberschuss auf einander zu liegen kommen, können zu chronischen Entzündungen führen.
Überdehnte Bauchmuskeln, durch Übergewicht oder Schwangerschaft, können in der Mittellinie auseinanderweichen und dadurch die Stabilität der Bauchwand deutlich schwächen. Es kommt zum Mittellinienbruch.

Die Bauchdeckenplastik behandelt immer ein komplexes Problem, das die Muskulatur, die Fettschicht und die Haut betrifft. Meistens müssen alle drei Komponenten zugleich behandelt werden. Nur sehr selten führt deshalb eine reine Fettabsaugung zum gewünschten Resultat.

Dr. Hollmann

Dr. Ralph Hollmann
Facharzt für plastische, rekonstruktive & ästhetische Chirurgie
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Kosten einer Bauchdeckenstraffung

Die Frage nach den Kosten lässt sich nicht pauschal beantworten und ist abhängig vom Operationsumfang. In einem ersten Beratungsgespräch klären wir Sie gerne umfangreich über die Kosten der Bauchstraffung auf.

Wie wird die Operation einer Bauchdeckenstraffung durchgeführt?

Die Operation in St. Gallen erfolgt in Allgemeinnarkose. Über Einzelheiten und Risiken des Betäubungsverfahrens klärt Sie der Narkosearzt auf.

Die Schnittführung richtet sich nach Art und Ausmass des Hautüberschusses. Sie hinterlässt eine Narbe im Unterbauch, die bis zu den Beckenknochen, bis weit in die Flanken, oder gar um den ganzen Körper herum reicht. Eine zweite Narbe kommt in der Regel um den Nabel zu liegen.

Seltener ist bei vorbestehenden, alten Narben auch ein ankerförmiger Schnitt. Den genauen Schnittverlauf und die verbleibenden Narben werde ich Ihnen bei der Vorbesprechung genau erläutern.

Vom waagrechten Schnitt oberhalb der Schamgrenze aus wird die gesamte Bauchhaut bis zum Rippenbogen abgelöst und der Nabel umschnitten. Feine Hautnerven müssen dabei durchtrennt werden, so dass es nach der Operation zu Gefühlsstörungen zwischen Bauchnabel und dem horizontalen Schnitt kommt. Die Bauchmuskeln werden – wo erforderlich – in der Mittellinie durch Nähte gerafft, und überschüssiges Fett am Bauch und an den Flanken abgesaugt. Danach wird die gesamt Haut nach unten gezogen und soweit gekürzt, dass sie wieder straff anliegt.

Die Bauchhaut wird mit mehreren Nähten an die Unterlage fixiert, was anfänglich zu Dellen führt, die sich aber von selber wieder auflösen. Zur Ableitung von Blut- und Wundsekret werden Saugdrainagen eingelegt, die am dritten oder vierten Tag entfernt werden. Nach der Operation werden Sie für mindestens 2-3 Wochen einen Bauchgurt tragen.

Dr. Hollmann

Dr. med. Ralph Hollmann berät Sie gerne persönlich.

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Komplikationsmöglichkeiten einer Bauchstraffung

Trotz grösster Sorgfalt kann es während und nach dem Eingriff vereinzelt zu Zwischenfällen kommen. Zu nennen sind:

Während der Operation in St. Gallen
Stärkere Blutungen können, da sie sichtbar sind, gestillt werden. Ein grösserer Blutverlust, der eine Übertragung von Blut oder Blutbestandteilen erfordert, ist sehr selten.

Zur Reparatur vorbestehender Bauchwand-Hernien oder Nabelbrüchen kann die Eröffnung des Bauchfelles notwendig sein. Dabei können auch Darmschlingen verletzt werden, und es kann in der Folge zu Entzündungen und Verwachsungen kommen.

Selten können auch Hautschäden durch Desinfektionsmittel oder elektrischen Strom, der zur Blutstillung verwendet wird, entstehen.

Nach der Operation
Nachblutungen aufgrund der grossen Wundfläche sind selten, und treten meistens in den ersten 24 Stunden auf. Unter Umständen ist dann ein zweiter Eingriff zu Blutstillung erforderlich. Blutergüsse entstehen fast immer, vor allem in den Bereichen, wo Fett abgesaugt wurde (Flanken, Oberbauch, Rücken, Schulterblatt, etc.). Wundheilungsstörungen in der horizontalen Narbe sind nicht selten, heilen aber meistens ab, ohne dass weitere Eingriffe, wie z.B. Narbenkorrekturen, notwendig sind.

Da die Wundfläche sehr gross ist, kann sich gelegentlich eine Höhle unter der Haut bilden, in der sich Wundflüssigkeit ansammelt (Serom), die eventuell mehrmals punktiert werden muss. Nur in sehr seltenen Fällen ist eine nochmalige Operation deshalb notwendig.

Spannungszustände sind häufig, Schmerzen selten. Sie sollten in den ersten 2 Wochen nach der Operation nicht versuchen, den Bauch durchzustrecken.

Vor allem nach Voroperationen am Bauch sind Durchblutungs- und Wundheilungsstörungen im Bereich der Wundränder möglich. Dadurch können sich breitere Narben bilden.

Infektionen können zur Wundspreizung und Antibiotika-Therapie zwingen.

Auch wenn wir Ihnen prophylaktisch ein Mittel zur Verhinderung der Bildung von Blutgerinnseln (Thrombosen) geben, können diese in ganz vereinzelten Fällen auftreten. Problematisch ist die Gefahr einer nachfolgenden Verschleppung des Gerinnsels und Verschluss eines Blutgefässes (Lungenembolie). Diese Zwischenfälle können unter Umständen lebensbedrohlich sein und erfordern eine umgehende ärztliche Behandlung.

Allergische Reaktionen auf verabreichte Betäubungsmittel, Medikamente oder Pflaster kommen vor, klingen meist bald wieder ab. Schwere Reaktionen sind sehr selten und bedürfen einer entsprechend raschen ärztlichen Behandlung.

Verhaltensvorschriften nach einer Bauchdeckenstraffung

Zur Entlastung der Nähte ist in den ersten Tagen nach der Operation eine bestimmte Einstellung des Bettes erforderlich, die den Bauch einknickt. Die Knie sollten etwas angewinkelt und der Oberkörper angehoben liegen.

Bereits am Tage nach der Operation werden Sie in Begleitung einer Krankenschwester aufstehen. Sie sollten dabei den Oberkörper nicht ganz durchstrecken.

Den Bauchgurt oder die Kompressionshose, die Sie erhalten, sollten Sie für etwa 3 Wochen ständig tragen. Diese dürfen heruntergezogen werden, damit Sie zur Toilette gehen können, und Sie dürfen sie vollständig ablegen, um zu duschen.
Wenn Ihre Bauchmuskulatur gestrafft wurde, so dürfen Sie während 6 Wochen keine Lasten über 10 kg tragen. Auf Bauchmuskeltraining muss in dieser Zeit ebenfalls verzichtet werden. Sportarten, die Ihren Bauch nicht besonders belasten (Schwimmen, Velo Fahren, Wandern, etc.), können bereits nach 2-3 Wochen wieder gepflegt werden.

Spezielles zum Bodylift

Bei der Bodylifting-Operation in als Belegarzt in der Klinik Stephanshorn in St. Gallen wird über die Bauchplastik und die Flankenplastiken hinaus auch das Gesäss behandelt. In diesem Zusammenhang wird häufig über den Schulterblättern Fett abgesaugt. Das Gesäss wird bis etwa zur Mitte abgelöst, die Hüften (evtl. Reithosendeformität) werden breitflächig abgesaugt. Somit können Gesäss und die Hüftweichteile nach oben verlagern werden. Die Folge wird an den Hüften eine vorübergehende, im oberen Gesässbereich meist eine permanente Gefühlsstörung sein. Nach der Operation können Sie ohne weiteres auf dem Rücken liegen, obwohl hier eine Wundnaht besteht.

Fragen zum Aufklärungsgespräch

Bei den verschiedenen Besprechungen, die Sie mit mir vor der Operation haben, sollten Sie keine Hemmungen haben, Fragen zu Stellen. Es ist wichtig, dass Sie beim Eintritt in die Klinik über alles Bescheid wissen, vor allem auch die Risiken dieses Eingriffes überblicken. Bei geringsten Unsicherheiten sollten Sie sich einer Operation nicht unterziehen.

Überlegen Sie sich, ob persönliche Risiken bestehen, die in diesem Aufklärungsblatt nicht besprochen werden! Fragen Sie nach anderen Möglichkeiten der Behandlung. Sie sollten wissen, wo Narben entstehen werden, welche Massnahmen zur Vorbereitung oder während der Operation erforderlich sind, und mit welchen Komplikationen hierbei zu rechnen sind. Es kann auch während der Operation eine Erweiterung des Eingriffes notwendig sein. Über diese Möglichkeit werden Sie vor der Operation informiert.

Es ist wichtig für Sie zu wissen, wie lange Ihre Rekonvaleszenzphase sein wird, damit Sie Ihre Operation in einem Zeitraum planen können, in dem Sie keine anderen Verpflichtungen haben.

Informieren Sie uns über Medikamente, die Sie einnehmen. Gelegentlich müssen diese vor der Operation abgesetzt werden (z.B. Blutverdünner).